Liebe Angie,
ich habe fraglichen
Stentor ebenfalls beobachtet, aber kein Foto angefertigt, da ich auf ähnliche Probleme wie du gestoßen bin. Mit Deckglas trat eine sehr deutliche Veränderung der Form ein (starke Kontraktion). Größenangaben sind unter diesen Bedingungen „fraglich“. Ich kann somit nur einige Eulen nach Athen tragen !
Der von Stentoren vermittelte Farbeindruck scheint allgemein nach den Angaben in der Literatur (und meinen eigenen Beobachtung) sehr variabel und „irreführend“ zu sein. Ein gutes Beispiel findet sich hier:
http://www.plingfactory.de/Science/Atla ... tinus.html
Auch in der von dir erwähnten „Ciliaten Revision“ von Foissner gibt es zahlreiche Hinweise auf dieses „Problem“. Ideal ist es, wenn man bei hoher Vergrößerung die farbgebenden Granula (und deren „Eigenfärbung“) darstellen kann. Bleibt als „gutes“ Kriterium der Zellkern. Bei deinem zweiten Bild glaube ich um den Zellkern eine Art „pigmentieren Ring“ erkennen zu können, den man vielleicht als Ansammlung von Mikronucleii interpretieren könnte ? Symbionten werden von dir nicht erwähnt.
Ich hoffe, ich habe bei der Zusammenstellung der folgenden Tabelle „Stentoren mit einem Kern“ keine Fehler gemacht:
Stentor amethystinus, violett, bräunlich, olivgrün
Symbionten
Stentor elegans, farblos, keine Symbionten
Stentor igneus, zartrosa, keine Symbionten
Stentor multiformis, bläulich, keine Symbionten
Stentor niger, gelb, braun, schwarz, keine Symbionten
Dein Stentor müsste in oben stehender Liste zu finden sein.
Beste Grüße
Richard